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Oranienplatz- was nun?

Freitag, 16. Januar 2015, 20:00

 – Zeltlager Oranienplatz – besetzte Gerhardt-Hauptmann-Schule – Hostel/Gürtelstraße – besetzte Thomaskirche – Unterbringung in Kirchengemeinderäumen – wann, wo und wie endet die Odyssee der Lampedusa-Flüchtlinge?

Solidaritätskonzert 

mit

IG Blech + Bolschewistische Kurkapelle schwarz-rot

Brass ohne Grenzen

Zeltlager Oranienplatz – besetzte Gerhardt-Hauptmann-Schule – Hostel/Gürtelstraße – besetzte Thomaskirche – Unterbringung in Kirchengemeinderäumen – wann, wo und wie endet die Odyssee der Lampedusa-Flüchtlinge?

 

Nunmehr 85 Oranienplatz-Flüchtlinge, die alle über Nordafrika auf Seelenverkäufern sich nach Lampedusa gerettet hatten,  werden seit Monaten ausschließlich von einigen Kirchengemeinden versorgt. Sie hatten auf die Gültigkeit des mit VertreterInnen des Senats vereinbarten „Einigungspapiers“ vertraut. In diesem war ihnen eine „umfassen-de erneute Einzelfallüberprüfung im Rahmen aller gesetzlichen Mög-lichkeiten einschließlich Anträgen auf Umverteilung nach Berlin und auf Aufenthaltsgenehmigung“ mit „beratender Unterstützung durch die Ausländerbehörde“ zu diesen Anträgen zugesichert worden.

Innensenator Henkel  interpretierte dieses Papier anders als die Inte-grationssenatorin Kolat. Er ließ allen Beteiligten durch die Ausländer-behörde einzeln mitteilen, dass Berlin nicht zuständig sei, und sie sich deshalb wieder in ihre Ausgangsländer zu begeben hätten. Die Folge waren die Besetzungen erst der Hauptmann-Schule und danach der Thomaskirche auf dem Mariannenplatz, bis die betroffenen Kirchen- gemeinden die Flüchtlinge vorübergehend in deren verschiedenen Räumlichkeiten provisorisch unterbrachten und versorgten. Dieses Provisorium dauert an und verursacht täglich pro Flüchtling knapp 10,00 Euro Kosten für jeden ohne Raum-, Heizungs- und Umzugs-kosten, also täglich mindestens 800,00 Euro für alle 85 Menschen.

Nicht nur dieses Geld muss aufgebracht werden. Es muss zusätzlich auch Bewegung in die Diskussion um die Weiterbehandlung dieser Menschen und ihrer Probleme gebracht werden. Auf Senatsseite tut sich bisher leider nichts. Der Stress des Bürgermeisterwechsels und der nachfolgenden Weihnachts- und Jahreswechselfeiertage – verbun-den mit den dort gehaltenen Feiertagsreden - war offensichtlich zu groß. Dies muss jetzt anders werden, zumal die Politiker aller demo-kratischer Parteien derzeit im Rahmen der Pegida-Diskussionen nicht müde werden, auf die notwendige Integration von schutzbedürftigen Flüchtlingen hinzuweisen. Theoretisch und verbal sind hier alle ver-antwortlichen Politiker einig – praktisch tut sich aber bisher nichts. Zahlen tut niemand.

Um wenigstens hier ein ganz klein wenig zu ändern und auch, um einen weiteren Anstoß zu geben, die notwendige Diskussion über eine neue Integrationspolitik weiter zu führen, veranstalten die Kirchen-gemeinde Heilig Kreuz/Passion sowie Asyl in der Kirche  dieses Soli-daritätskonzert mit Hilfe der ebenso berüchtigten wie geeigneten  Blasmusik  der Gruppen „IG Blech“ und  der „Bolschewistischen Kur-kapelle schwarz-rot“, außerdem mit Redebeiträgen von Wolfgang Wieland und Pfarrer Jürgen Quandt zur derzeitigen Lage.

 

 

 

Kommen Sie – massenhaft

 

Veranstaltungsort* Heilig-Kreuz-Kirche
Eintritt: frei, Spenden zu Gunsten der Flüchtlingsarbeit sind willkommen.

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